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Vorab das heikle Thema


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Siehe auch Digitale Rechte von Dr. jur Bruno Dix in atelier Heft Nr. 117, 5/2001

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Gletscher

Die heutigen Landschaften im Voralpenraum sind das Ergebnis vieler Eiszeiten, von denen die letzte, das Würmglazial, sich naturgegebenermaßen am deutlichsten dem topografisch geschulten Auge zeigt. Während vieler Radtouren entstand der Wunsch, gäbe es eine Zeitreisemaschine, die engere und weitere Heimat einmal in der letzten Eiszeit besuchen zu können. Aus der Utopie wurde die Realfiktion der ersten sechs Gletscherbilder des Werdenfelser Raumes.
Real die sicher zur damaligen Zeit genauso ausgesehen habenden Bergketten, die nicht vergletschert waren, real der Standpunkt des Betrachters (keine Luftaufnahme oder ein nur von einem Extremkletterer erreichbarer Ort), real die Stimmung, das Wetter, das Licht, real auch der Verlauf und das Aussehen der Gletscherstöme, real das ganze Szenario. Fiktion nur die Tatsache, daß es so in etwa ausgesehen haben kann oder muß, Fiktion einzig die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die vom Gletscher gemachte Landschaft, die reine Topografie, der landschftsachitektonische (ein geiles Wort; oder: -architekturi(sti)sche?) Aufbau, Szenarien wie ein Bühnenbild, vom Vorder- zum Hintergrund ineinander übergehend, kulissenartig abgestuft oder gewellt, interessieren mehr als impressionistische Stimmungen, Herzschmerzen, Sehnsüchte. Jeder Tyrann, Volksvertreiber, Dörferschleifer, Umweltzerstörer sollte dazu verurteilt werden, Zeit seines Lebens auf einem Berg zu sitzen und ins Land schauen zu müssen, um zu sehen, was er zerstört. Die schiere Topografie haut einen schon um. Gefühle entstehen von alleine. Weiteres Ergebnis dieser Ansichten und Ergebnis auch der Arbeit der Gletscher sind fünf dreiteilige Ansichten der Voralpenseen, andere und Ausschnitte der Landschaften zwischen ihnen werden folgen.



Entstehung

Irgendwann war mir aufgefallen, dass es solche Darstellungen nur sehr rudimentär, skizzenartig, von Geologen oder Glaziologen in Fachbüchern und für Studenten erstellt, gibt.
Igendwann lernte ich, nach dem das Interesse geweckt war, die Landschaft zu lesen, erkannte Moränen und ehemalige Gletscherbecken des Würmglazials. Igendwann kaufte ich Bücher und Karten, recherchierte im Internet (Unis München, Würzburg, Innsbruck). Irgendwann dachte ich mir während einer Radtour zwischen Jenhausen und der Ilkahöhe das Grün weg und sah sie dann da liegen zwischen den Geröllfeldern und Schmelzwasserströmen. Irgenwann wollte ich sie dann direkt vor mir sehen und begann mit eigenen Skizzen und Entürfen, die nach losem E-Mail-Kontakt mit Prof. Lammerer von der MLU München, zu den heute vorliegenden Bildern wurden.



Nachtbilder

Seit jeher faszinierten nächtliche Blicke vom Berg ins Tal. Lichtermeer, leuchtende Perlenschnüre nach Norden heimreisender Skifahrerautos, glimmende Pünktchen einsamer Hütten und Seilbahnstationen, Berge im fahlen Schein des Mondes, reduzierte Farben, herabgesetzte Räumlichkeit, Ruhe ... Die Nachtbilder vermitteln Eindrücke, wie sie nur selten möglich sind, es sei denn, die St. Martins-Hütte oberhalb Garmisch-Partenkirchen ist Start einer nächlichen Schlittenfahrt oder man genießt nach abendlichem Hoagart die Skiabfahrt vom Hausberg ins Tal.



Gegenstandsloses

Die freien Themen sind als Entspannung zu verstehen, die zwischen den themenbezogenen Bildern, die Seele baumeln lassen. Oft direkt im Anschluss an beispielsweise einen Tag lang Geröllstrukturen auf die Leinwand zu bringen, beginne ich mit Pinseln und Rollen, der Fantasie ihre Räume zu geben. Dabei entsteht nichts aus Versehen oder Zufall, dabei ist nichts dann so geworden oder eben nichts geworden. Diese Art der Malerei ist für mich nichts passives, wo etwas mich quasi benützt oder sich gar verselbständigt. Ich lasse Farbe beispielsweise nicht verlaufen, ich will, dass sie verläuft; und zwar so und nicht anders. Hand, Pinsel und Farbe folgen inneren Vorstellungen, Bildern, Stimmungen, und denen lasse ich in mir freien Lauf, den Pinsel draußen zwinge ich dann, das zu tun, was ich will. Und meistens gehorcht er.



Bisherige Arbeiten in den Bereichen ...


Kalligrafie und Typologie, Grafiken, Federzeichnungen, Illustrationen für Schulbücher, Comics, Aquarelle, Industriezeichnungen, Plakate, Logos, Gemälde, Bühnenbilder und -bauten, Dekorationsmalerei, Lüftlmalerei, Installationen


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